Bozen auf dem Weg zur “Green City”

Besichtigungsobjekt enertour - Die Gemeinde Bozen ist die Hauptstadt von Südtirol. Bozen hat einen konkreten und ambitionierten Plan erarbeitet, um innerhalb 2030 die CO2-Emissionen der etwa 100.000 Einwohner um 80 Prozent zu reduzieren. Der „grüne“ Plan wurde in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut EURAC Research ausgearbeitet.

Die Ausgangslage der Hauptstadt Bozen ist günstig: neben viel Sonnenschein, einem kompakten Gemeindegebiet, einem gut ausgebauten Fahrradnetz und diversen Möglichkeiten zur Wasserkraftnutzung, ist Bozen außerdem die Heimat der KlimaHaus-Initiative. KlimaHaus ist das Südtiroler Erfolgsmodell im Bereich des energieeffizienten Bauens. Zwar wurde die Stadt Bozen bereits mit verschiedensten Preisen für ihr Engagement im Energiebereich ausgezeichnet, dennoch ist die Gemeindeverwaltung bestrebt, ihren Weg in Richtung nachhaltige Energiezukunft mit großen Schritten fortzusetzen.

Auf Gemeindeebene werden in den kommenden Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt,  vorwiegend in den drei Bereichen Mobilität, Wärme- und Stromversorgung. Ein zentraler Schwerpunkt liegt hierbei im Bereich der energetischen Gebäudesanierung.

Im Bereich der Mobilität werden öffentlicher Nahverkehr, Fahrradnetz, Elektromobilität, Fußgängerzonen und innovative Leitsysteme für den traditionellen Verkehr weiter ausgebaut. Bereits heute werden knapp 30 Prozent aller Fortbewegungen mit dem Fahrrad zurückgelegt – das Ziel für 2030 liegt bei 40 Prozent. Gleichzeitig wird in Bozen die Wasserstoffproduktion erforscht, die schon bald in fünf Wasserstoffbussen zum Einsatz kommen wird.

Solarenergie, Erdwärme und Wasserkraft werden im Jahr 2030 einen Großteil der Energie für die Bewohner der Stadt Bozen liefern. Durch die Verwertung der Abwärme einer naheliegenden Restmüllverwertungsanlage, wird ein Fernwärmenetz die Stadt zudem mit Wärme versorgen. Die Bestückung von lediglich 5 Prozent der bereits verbauten Flächen mit Photovoltaikmodulen wird ausreichen, um in Zukunft rund 20 Prozent des städtischen Strombedarfs mit Solarenergie zu decken.

Außerdem wurde der Bau eines innovativen „Null-Emissions-Stadtviertels“ beschlossen,  die Arbeiten dazu beginnen bereits 2014. Zusammen mit der Tiroler Nachbarstadt Innsbruck, der KlimaHaus-Agentur und diversen Forschungspartnern will man im Bereich der energieeffizienten Sanierung von Gebäuden weitere Pionierarbeit leisten. In den kommenden 5 Jahren sollen rund 35.000 m² an bestehender Gebäudefläche energetisch saniert werden.

Neben den zahlreichen ökologischen und sozialen Vorteilen, erwarten die Gemeindeverwalter auch wichtige Impulse für die lokalen Unternehmen und konkrete Ersparnisse für die Bevölkerung. Auch das Südtiroler Kompetenzfeld „Green Energy“ könne dadurch weiter ausgebaut werden.

Mit enertour können Sie einige der bereits umgesetzten Projekte besichtigen, um somit mehr über das ambitionierte Energiekonzept der Gemeinde Bozen zu erfahren.

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Projektträger

IDM Suedtirol Fondazione Cassa di Risparmio Provincia Autonoma di Bolzano

Partner

KlimaHaus - CasaClima SüdTirol