Die neue Photovoltaikanlage des Flughafens Bozen Dolomiten

Beichtigungsobjekt enertour - Eine innovative Installation zur Überwachung der Leistung von verschiedenen Modultechnologien.

Im Jahr 2010 ist die Anzahl der Installationen von Photovoltaikanlagen in Europa, vor allem aber in Italien, stark gestiegen. Im Mai 2010, also bereits vor Ablauf des entsprechenden   Fördergesetzes,  umfasste die Gesamtleistung aller Anlagen in Italien bereits 1,1 GWe (Quelle: www.gse.it). Parallel dazu stieg die Nachfrage nach Informationen über die tatsächliche und reale Leistung der diversen Photovoltaikmodule, bezogen auf verschiedene geografische Aspekte der Installation. Diese Informationen dienen sowohl der Forschung und der Industrie als auch Installateuren, um die Energieproduktion der Anlagen zu garantieren, und Banken, um die Qualität der zu finanzierenden Investition besser einschätzen zu können.

Unter diesem Aspekt ist eine Analyse der verschiedenen aktuell auf dem Markt vorhandenen Photovoltaiktechniken und ihrem spezifischen geografischen Kontext wichtig, unter Berücksichtigung der verschiedenen klimatischen Einflussgrößen.

Deshalb wurde eine Anlage geplant und entwickelt, die am Flughafen Bozen Dolomiten (ADB) installiert wurde. Projektträger ist der ADB, mitfinanziert wurde es vom Europäischen Fonds für Regionalentwicklung 2007-2013 der Europäischen Union. Die Anlage besteht aus einem gewerblichen Teil mit einer Kapazität von 661,7 kW, wo CdTe-Technologie zum Einsatz kommt, sowie aus einem Versuchsteil mit einer Kapazität von 61,8 kW, die eingeteilt ist in 39 Sektionen zu jeweils 1 und 2 kW und in 24 verschiedene Modultypen, die von europäischen, US-amerikanischen, kanadischen, chinesischen und japanischen Produzenten stammen. Dabei handelt es sich um eine Bodeninstallation, bei der die Module auf fixen Gestellen installiert sind, wie etwa mono- oder biaxialen Gestellen.

EURAC Research ist der wissenschaftliche Verantwortliche des Projekts und verantwortlich für die Versuchsinstallation. Die EURAC wird über die gesamte Lebensdauer der Anlage die Test- und Überwachungsaktivitäten begleiten und dann die Leistung der Module und ihren Leistungsabbau bewerten.

Die Leistungen der Photovoltaikanlagen werden zusammen mit den Umweltdaten der vor Ort vorhandenen Wetterstation studiert und ausgewertet. Die Wetterstation besteht aus Instrumenten wie Pyranometern, einem Pyrheliometer, einem Albedometer, einem Temperatursensor und einem Anemometer. Hier kommt noch ein solares Photometer hinzu, das über das AERONET-Netz der NASA arbeitet. Dadurch sollen auch in der Atmosphäre vorhandene Aerosole, Dämpfe und das Ozon gemessen werden, um die in die Module gelangte Strahlung besser auswerten zu können.

Das Monitoring der Module wird danach mit Testdaten aus dem Labor verglichen und bestätigt. Dank der Unterstützung durch den Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durch das Projekt PV Initiative, hat die EURAC ein internes Forschungslabor installiert, um verschiedene Tests an den Photovoltaikmodulen durchführen zu können. Die EURAC ist ebenso dabei, ein Netzwerk zwischen den verschiedenen Labors und internationalen Zentren aufzubauen, um die Ergebnisse im Sinne einer höheren Zuverlässigkeit und wissenschaftlichen Gültigkeit vergleichen zu können. Dadurch kann eine Beurteilung von relevanter wissenschaftlicher Qualität geboten werden. (Autor: Alessandra Colli, Wolfram Sparber, Matteo Del Buono - EURAC Research, Institute for Renewable Energy)

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Bauherr: ABD Airport AG
Projektant und Bauleiter: Ing. Thaler
Bau & Installation: Leitner Solar, Bruneck
Wissenschaftliches Monitoring: EURAC, Bozen

Für die Besichtigung: enertour@tis.bz.it

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Special Projects

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Projektträger

IDM Suedtirol Fondazione Cassa di Risparmio Provincia Autonoma di Bolzano

Partner

KlimaHaus - CasaClima SüdTirol